Fortum wird Mehrheitsanteilseigner von Uniper

Das finnische Energieunternehmen Fortum wird Mehrheitsanteilseigner des deutschen Unternehmens Uniper. Durch den Kauf steigt der Anteil von 49,9% auf 70,5%, was einem Wert von 6,2 Milliarden Euro entspricht. Fortum hat nun vereinbart, auch noch die Anteile von Elliott und Knight Vinke von insgesamt 20,5% für etwa 2,3 Milliarden Euro zu übernehmen.

Um den Kauf abzuschließen bedarf es der Zustimmung der Kartellämter in Russland und den USA. Es wird erwartet, dass die Übernahme bis Ende März 2020 vollzogen sein wird.

Uniper soll eine Tochtergesellschaft von Fortum werden. Auf Basis der Geschäftszahlen vom Juni liegt der Gesamtumsatz, der beiden Unternehmen für die letzten 12 Monate bei über 84 Milliarden Euro. Der Anteil von Fortum liegt bei rund 5 Milliarden Euro. Die Anzahl der Beschäftigten steigt auf über 20.000 an - knapp 12.000 bei Uniper.

"Ich verstehe die Bedenken der Angestellten von Uniper. Ich versichere, dass Fortum ein starker und verlässlicher Eigentümer sein wird, der Uniper und seinen Mitarbeitern zukünftig vielfältige Möglichkeiten bieten wird. Wir formen eine Zusammenarbeit, indem wir das Können und die Ressourcen von Fortum und Uniper vereinen", verspricht der Geschäftsführer von Fortum Pekka Lundmark.

Um das Vertrauen von Uniper und seinen Angestellten zu stärken, hat Fortum entschieden, keinen Beherrschungsvertrag mit Uniper zu schließen. Außerdem sollen die Minderheitsaktien für die Dauer von zwei Jahren nicht zurückgekauft werden. Fortum versichert weiterhin, dass es aufgrund des Kaufs nicht zu Kündigungen bei Uniper kommen wird. Auch der Hauptsitz von Uniper soll in Düsseldorf bleiben.

YLE

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