Sachsens Umweltminister Schmidt in Finnland – Interesse auch an der Digitalisierungskompetenz Finnlands

Thomas Schmidt (CDU), der sächsische Umweltminister, besucht ab dem 3. Juni 2019 das Weltforum der Kreislaufwirtschaft im finnischen Helsinki.

Erwartet werden mehr als 2 000 Vertreter der Kreislaufwirtschaft, politische Entscheidungsträger und Experten aus der ganzen Welt, die über die besten Lösungen für die Kreislaufwirtschaft diskutieren. „Dabei folgt das Forum dem Grundsatz, dass wettbewerbsfähige Lösungen auch in der Kreislaufwirtschaft dann entstehen, wenn Unternehmen mit den gefundenen Lösungen Wettbewerbsvorteile erzielen“, so Minister Schmidt.

„Dabei geht es in der Kreislaufwirtschaft schon lange nicht mehr nur darum, dass sich Verbraucher oder Unternehmen ihrer Abfälle entledigen können“, so Schmidt weiter. „Die Kreislaufwirtschaft ist bei uns in Sachsen bereits heute ein wichtiger Wirtschaftszweig mit 160 Unternehmen und fast 9 000 Mitarbeitern. Sie verfügt aber nach wie vor über erhebliches Potenzial für weitere Innovationen, zum Beispiel bei der stofflichen Verwertung von Kunststoffabfällen. Daher bin ich auf den fachlichen Austausch in Helsinki sehr gespannt.

Es sei wichtig, dass neue Verfahren schnell den Weg in die Praxis finden. Das sei auch Anliegen der Zukunftsinitiative simul+, die das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft vor fast drei Jahren gestartet hat.

Ein weiterer Programmpunkt der Reise nach Finnland ist ein Besuch in der Unternehmenszentrale des Mobilfunkunternehmen NOKIA im finnischen Espoo. NOKIA ist ein wichtiger Partner beim Aufbau des „Experimentierfeldes 5G in Land- und Forstwirtschaft“, das im Rahmen des simul+InnovationHub entsteht.

Das Experimentierfeld wird die technische Basis für die Entwicklung und Erprobung neuer Anwendungen sein, die mit den extrem hohen Datenübertragungsraten der 5G-Technologie möglich werden. Dazu gehört unter anderem innerhalb von sogenannten Smart Farming-Technologien der Einsatz kleiner, autonom fahrender Landmaschinen, welche auch für den Einsatz in kleinen und mittleren Betrieben geeignet sind.

Durch die zentimetergenaue Erfassung und Analyse von Daten zur Beschaffenheit der Ackerböden und zum Zustand der Nutzpflanzen sollen dann Pflanzenschutz- und Düngemittel punktgenau und somit effizienter eingesetzt werden können und dadurch der Mittelaufwand deutlich reduziert werden. Das macht die Landwirtschaft zukunftsfähig und schützt gleichzeitig unsere Umwelt.

Sachsen.de

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